Gemeinsam kochen – gemeinsam wachsen ...
Unser neues Freitags-Highlight im Container
Seit einigen Wochen duftet es jeden Freitagabend verlässlich aus dem Container. Wir haben das gemeinsame Kochen als festen Bestandteil unseres Wochenangebots etabliert. Was als kleine Idee begann, hat sich schnell zu einem echten Community-Magneten entwickelt. Jugendliche aus verschiedenen Altersgruppen stehen zusammen am Herd, bereiten Mahlzeiten zu und setzen sich anschließend an einen gemeinsamen Tisch. Es klingt ziemlich simpel, wirkt aber stark.
Der Gedanke dahinter: niederschwellige Aktionen, die ohne große Hürden Begegnung ermöglichen. Unser Alltag hat gezeigt, dass starre Altersgrenzen häufig eher trennen als verbinden. Im wöchentlichen Kochprojekt passiert das Gegenteil: Teenies, Jugendliche und junge Erwachsene arbeiten Hand in Hand. Beim Gemüse schneiden, Tisch decken oder beim Essen entstehen Gespräche und neue Bekanntschaften.
Besonders wertvoll ist der Moment, wenn wir uns schließlich gemeinsam an den Tisch setzen. Für viele ist das im Jugendtreff ungewohnt. Es entsteht eine Atmosphäre, in der man ins Reden kommt, Missverständnisse schnell ausgeräumt werden können und die Gruppe sich als Gemeinschaft erlebt. Ganz nebenbei übernehmen die Jugendlichen aktiv Verantwortung: Sie entscheiden, was gekocht wird, gehen gemeinsam einkaufen, achten auf gesunde, günstige und fleischlose Rezepte – und tragen den Abend eigenständig mit.
Darüber hinaus erfüllt das gemeinsame Kochen auch eine ganz grundlegende Funktion: Es deckt basale Bedürfnisse wie Hunger ab. Für manche Jugendliche ist eine warme, frisch gekochte Mahlzeit am Abend keine Selbstverständlichkeit. Das Projekt verbindet daher soziale, pädagogische und ganz praktische Aspekte – es stärkt Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und sorgt gleichzeitig dafür, dass alle satt und gestärkt nach Hause gehen.
Für uns als Team ist das Projekt auch eine neue Form von Annäherung: Beim Kochen ergeben sich Gespräche, die im normalen Treffbetrieb kaum stattfinden würden. Der Austausch wird ruhiger, persönlicher und verbindlicher. Genau darum geht es: Beziehungsaufbau, Gemeinschaft stärken und den Container als Ort erleben, an dem Zusammenarbeit Spaß macht und für alle Platz ist.
Wir freuen uns, wie gut dieses Format angenommen wird – und darauf, jeden Freitag wieder gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen.