Perspektivwechsel in Wien: Berliner Fachkräfte zu Gast
Am 7. und 8. September stand bei RDK Wien der fachliche Austausch mit Kolleg:innen von Gangway e. V. aus Berlin im Mittelpunkt. Nachdem Mitarbeiter:innen von RDK Wien einige Monate zuvor Einblicke in die Arbeit des Berliner Vereins gewinnen konnten, ging der Austausch nun in Wien weiter. Gemeinsam wurden Erfahrungen geteilt, Arbeitsansätze diskutiert und neue Perspektiven auf die aufsuchende Straßensozialarbeit gewonnen.
Am Montag startete die Delegation in der Anlaufstelle von Streetwork Wien. Dabei wurden Arbeitsansätze, Einsatzgebiete und methodisches Vorgehen erläutert. Danach ging es auch schon weiter zum Stadion eines großen Wiener Fußballvereins, um vor Ort die Arbeit mit den Fußballfans zu erörtern. Hier wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Arbeitsweisen des Fanprojekts „Alte Försterei“ (1.FC Union Berlin) und von Streetwork Wien besprochen.
Anschließend stand ein Besuch in Meidling auf dem Programm. Die Kolleg:innen von „Streetwork Meidung“ und dem „Jugendtreff Steinbauerpark“ luden in deren Anlaufstelle ein. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einem angeregten Gespräch über aktuelle Entwicklungen, ging die Delegation noch zum Container/Treff im Park, um sich auch hiervon ein Bild machen zu können. Danach folgte eine Begehung des Schöpfwerks, einem Einsatzgebiet der Meidlinger Streetwork-Kolleg:innen. Die Eindrücke konnten abends bei einem gemütlichen Ausklang in einem Wiener Gasthaus noch einmal gemeinsam besprochen und der fachliche Austausch in entspannter Atmosphäre fortgesetzt werden.
Tags darauf ging es früh morgens in die Vereinszentrale von „Rettet das Kind Wien“. Auch hier wurden wieder die unterschiedlichen Arbeitsweisen der beiden Streetwork-Anbieter besprochen und sich gegenseitig berichtet und befragt. Dabei kamen die Vor- und Nachteile der Team- und Aufgabenstrukturen zu Tage.
Nächste Stationen waren die Anlaufstelle von „Streetwork Liesing“ und, nach einer Stärkung zu Mittag, die Einrichtung des „Jugendtreffs Wiener Flur“.
Zum Abschluss ging es noch gemeinsam in ein Kampfsportstudio, um dort in sicherer Distanz einer Trainingseinheit beizuwohnen und vor Ort den Kampfsportschwerpunkt des Überregionalen Teams zu vertiefen. Dieser stellt ein Alleinstellungsmerkmal in der Jugendarbeit dar, weshalb es diesbezüglich besonders regen Austausch gab. Die Pionierarbeit in diesem Tätigkeitsbereich hat die Kolleg:innen aus Berlin besonders interessiert.
Es war ein dichtes Programm, das viele spannende Einblicke und Impulse bot. Die Mitarbeiter:innen beider Vereine erlebten den fachlichen Austausch – sowohl in Berlin als auch in Wien – als besonders bereichernd. Umso größer ist die Freude darüber, die bestehende Verbindung zwischen den beiden Vereinen weiter zu stärken und auch in Zukunft wieder verstärkt voneinander zu lernen und im fachlichen Dialog zu bleiben.
Fortsetzung folgt…